veröffentlicht am 11.04.2022

Greenpeace & Tierschutzombudsstelle Wien

Einkaufsratgeber Schweinefleisch: Worauf man im Supermarkt achten sollte

Rund 63 Kilogramm Fleisch isst jeder Mensch in Österreich jährlich pro Kopf. Am beliebtesten ist dabei Schweinefleisch: 36 Kilogramm landen durchschnittlich am Teller – das sind insgesamt 323.542 Tonnen. Dafür werden in Österreich jedes Jahr über fünf Millionen Schweine geschlachtet. Aber wie leben die Schweine, die als Braten, Kotelett oder Schnitzel am Teller landen? Wird auf die Bedürfnisse dieser sozialen und hochintelligenten Tiere Rücksicht genommen?

Rund 36 Kilogramm Schweinefleisch ist jede Person in Österreich durchschnittlich im Jahr. Beim Einkauf sollte man auf vertrauenswürdige Gütesiegel achten.  © Getty Images

Wie Tiere – die Fleisch, Milch und Eier liefern – gehalten werden sollen, ist in Österreich gesetzlich geregelt. Bei der Haltung von Schweinen wird eines besonders deutlich: Mit einem artgemäßen Leben haben die gesetzlichen Vorgaben nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich um Mindeststandards, die den tatsächlichen Anforderungen an eine tiergerechte Haltung in keinster Weise entsprechen. So ist es möglich, und dabei völlig legal, dass über 90 Prozent der Schweine in Österreich auf viel zu wenig Platz, Vollspaltenböden, ohne Stroh und Auslauf gehalten werden. Schmerzhafte Eingriffe in den ersten Lebenstagen der Ferkel, wie das Schwanzkupieren und die Kastration ohne Betäubung, sind grausame Routine. Eine Folge dieser völlig unzureichenden Haltungsvorgaben: Drei Viertel der in der österreichischen Tierhaltung eingesetzten Antibiotika werden Schweinen verabreicht.

Erfreulicherweise haben KonsumentInnen in den letzten Jahren ein besseres Bewusstsein für Tierwohl entwickelt. Die Branche hat darauf reagiert: Es gibt immer mehr Gütesiegel und Markenprogramme mit speziellen Tierwohl- Kriterien, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Auf vielen Fleischpackungen prangen Siegel und Marken, die bessere Qualität, eine tolle Herkunft und gute Tierhaltung versprechen. Doch was steckt hinter den bunten Logos? Nur eine gute Werbestrategie oder tatsächlich bessere Haltung?

Welche Gütesiegel und Tierwohlprogramme sind vertrauenswürdig?

Gemeinsam mit der Tierschutzombudsstelle Wien haben wir einen Gütezeichen-Guide mit Einkaufsratgeber zu Schweinefleisch in Österreichs Supermärkten erstellt. Dieser zeigt, welche Maßnahmen hinter den unterschiedlichen Siegeln und Tierschutzprogrammen stecken. Dafür haben wir die gängigen österreichischen Gütesiegel und Markenprogramme im Schweinebereich genau angeschaut. Grundlage für die Eintragungen in die Tabelle sind die Richtlinien und Standards der jeweiligen Marken und Gütezeichen.

Die Kriterien für Schweinehaltung

Für die Bewertung der Gütesiegel und Markenprogramme wurden für den Einkaufsratgeber insgesamt 12 Kriterien betrachtet, die in der Schweinehaltung großen Einfluss auf das Tierwohl und die Umwelt haben. Diese Kriterien betreffen den gesamten Lebenszyklus der Tiere: von der Geburt und den ersten Lebenstagen über die Mast bis hin zur Schlachtung. Um einen umfassenden Überblick über die Lebenswirklichkeit von Schweinen in Österreich zu geben, listen wir die einzelnen Kriterien im Folgenden auf und zeigen die Unterschiede zwischen der konventionellen Schweineproduktion, die den gesetzlichen Mindeststandards unterliegt, sowie der biologischen Schweinehaltung, die den Vorgaben der EU-Bio-Verordnungen zu folgen hat, dargestellt.

  • Kastenstand verboten

    Kastenstände sind körpergroße enge Metallgitter, in denen Zuchtsauen fixiert werden. Sie verhindern jegliche Bewegung. Das bedeutet, dass die Sau sich nicht einmal umdrehen kann. Das dringende Bedürfnis des Mutterschweines, ein Nest für die Geburt und für die Ferkel zu bauen, kann nicht ausgelebt werden. Eine Mutter-Kind-Beziehung zwischen der Schweinemutter und ihren Ferkeln wird unterbunden.

    • Mindeststandard: Die meisten Muttertiere (Zuchtsauen) werden eine Woche vor der Geburt und während der gesamten Säugezeit (ca. vier Wochen) in Kastenständen fixiert. Zuchtsauen bekommen durchschnittlich 2,5 Mal pro Jahr Ferkel. Auch während der Befruchtung dürfen Zuchtschweine bis zu 10 Tage in diese Käfige gesperrt werden, hier ist aktuell keine gesetzliche Änderung vorgesehen.
    • Bio: In der Bio-Schweinehaltung sind jegliche Fixierung und somit auch die Kastenstandhaltung verboten.
  • Intakte Ringelschwänzchen

    Leider werden in Österreich noch immer – obwohl nach EU-Recht verboten – den meisten Ferkeln routinemäßig in den ersten sieben Lebenstagen die Ringelschwänze abgeschnitten. Oft wird sogar mehr als die Hälfte des Schwanzes entfernt. Diese Praxis soll verhindern, dass sich die Ferkel aus Stress, Langeweile und Unterbeschäftigung in den strukturlosen Buchten gegenseitig ihre Schwänze abbeißen. Das Schwanzkupieren ist eine Anpassung der Tiere an ein unzureichendes Haltungssystem. Bei tierfreundlicherer Haltung mit mehr Platz, Stroheinstreu und geeignetem Beschäftigungsmaterial ist dieser Eingriff nicht nötig.

    • Mindeststandard: Das Kupieren des Schwanzes bei Schweinen ist laut 1. Tierhaltungsverordnung erlaubt, wenn der Eingriff mit einem Gerät durchgeführt wird, welches scharf schneidet und gleichzeitig verödet. Der Eingriff darf bei Ferkeln unter 7 Tagen von den LandwirtInnen selbst durchgeführt werden. Eine wirksame Schmerzbehandlung, die auch postoperativ wirkt, ist durchzuführen. Es darf höchstens die Hälfte des Schwanzes entfernt werden. Eine Betäubung ist erst bei Ferkeln älter als sieben Tage vorgeschrieben.

    • Bio: Das Schwanzkupieren ist in der Bio-Schweinehaltung grundsätzlich unzulässig. In Ausnahmefällen kann die Behörde den Eingriff gestatten (z.B. aus Tierschutzgründen).
  • Schmerzhafte Kastration

    Beinahe alle männlichen Ferkel werden in Österreich ohne Narkose und ohne TierärztIn kastriert. Mit einem Skalpell schneidet der/die LandwirtIn zuerst in den Hodensack, dann wird der Hoden herausgezogen und schlussendlich der Samenstrang durchtrennt. Ein äußerst schmerzhafter Eingriff für die Ferkel! Zwar wird ein Medikament für die „Schmerzbehandlung“ verwendet, dieses lindert jedoch kaum den akuten Schmerz beim Eingriff selbst. Es gibt Alternativen zu dieser Tierquälerei, doch werden diese meist nicht umgesetzt, da sie Mehrkosten verursachen.

    • Mindeststandard: Laut 1. Tierhaltungsverordnung ist das Kastrieren männlicher Schweine erlaubt. Der/die LandwirtIn selbst darf in den ersten sieben Lebenstagen der Ferkel diesen schmerzhaften Eingriff durchführen. Eine wirksame Schmerzbehandlung, die auch postoperativ wirkt, ist zwar vorgeschrieben, jedoch keine Betäubung.

    • Bio: Die österreichische Bio-Branche hat sich darauf geeinigt, dass seit 01.07.2018 Ferkel nicht ohne Betäubung kastriert werden sollen. In der EU-Bio-Verordnung ist diese Vorgabe aber nicht verankert
  • Vollspaltenboden verboten

    Bei einem Vollspaltenbodensystem besteht der gesamte Boden, auf dem die Schweine leben, aus harten Betonelementen, die Spalten haben. Durch die Spalten sollen die Ausscheidungen der Schweine in den darunterliegenden Mistkanal rinnen bzw. von den Tieren durchgetreten werden. So erspart sich der/die LandwirtIn das Ausmisten. Für die Schweine bedeutet dies ein Leben über und in ihren eigenen Exkrementen – eine absolute Qual. Die Folge sind fast immer Atemwegserkrankungen, Schwielen an den Beinen, entzündete Augen und vieles mehr. Schweine sind sehr reinliche Tiere, die normalerweise weit entfernte Kotplätze anlegen. Da sie ein ausgezeichnetes Riechvermögen haben, finden sie den Geruch ihrer Ausscheidungen sehr unangenehm.

    • Mindeststandard: Fast alle Mastschweine in Österreich leben auf Vollspaltenböden. Die 1. Tierhaltungsverordnung schreibt für Vollspaltenböden bei Schweinen lediglich Werte für die maximale Spaltenbreite und minimale Auftrittsbreite vor.

    • Bio: In der Bio-Schweineproduktion muss die Hälfte der Mindeststallfläche planbefestigt, also ohne Spalten sein. Vollspaltenböden sind damit verboten. Strukturierte Buchten lassen eine Trennung von Ausscheidungs-, Liege- und Fressbereich zu.
  • Stroh oder sonstige organische Einstreu vorgeschrieben

    Stroh ist sehr wichtig für Schweine. Stroh kann als Einstreu verwendet werden, eignet sich aber auch hervorragend als Beschäftigungsmaterial. Die Schweine können sich auf befestigten Liegebereichen aus Stroh bequeme Schlafnester bauen. Schweine genießen es, im Stroh zu wühlen, das Stroh zu bekauen und damit zu spielen. Stroh ist auch wärmedämmend.

    • Mindeststandard: Stroh ist laut 1. Tierhaltungsverordnung für Schweine nicht vorgeschrieben. Die meisten Tiere in der konventionellen Schweine-Produktion leben auf Vollspaltenböden. Eine Einstreu mit Stroh ist hier nicht möglich, da das Stroh die Spalten verstopfen und so das Entmistungssystem nicht mehr automatisch funktionieren könnte. Die Schweine haben somit nicht die Möglichkeit, bequem zu liegen oder sich mit Stroh zu beschäftigen.

    • Bio: In der Bio-Produktion ist eine Einstreu aus Stroh oder einem anderen Naturmaterial vorgeschrieben. Dadurch, dass die Schweine sich mit dieser Einstreu auch beschäftigen können, treten seltener Verhaltensstörungen auf.
  • Doppelt so viel Platz wie gesetzlich vorgeschrieben

    Von Natur aus trennen Schweine ihren Lebensraum in drei Bereiche: Schlafplatz, Essensbereich und Kotplatz. Laut gesetzlichem Mindeststandard stehen einem Mastschwein mit 100 Kilogramm 0,7 Quadratmeter zu. Ein Schwein mit 100 Kilogramm benötigt aber alleine schon einen Quadratmeter, um sich seitlich mit ausgestreckten Beinen hinlegen zu können. In der intensiven Schweinefleischproduktion ist dafür kein Platz, geschweige denn für eine Trennung in Funktionsbereiche. Die Tiere müssen also dort essen und schlafen, wo sie auch ihr „Geschäft“ verrichten.

    • Mindeststandard: Laut 1. Tierhaltungsverordnung wird einem Mastschwein im schlachtreifen Alter (sechs Monate; etwa 100 Kilogramm Lebendgewicht) nur 0,7 Quadratmeter Platz zugestanden. Das bedeutet, dass sich in den meisten Betrieben die Tiere dicht an dicht drängen und oft nicht einmal genug Platz haben, um sich hinzulegen. Bei jüngeren Tieren ist die Mindestfläche nach Gewicht gestaffelt reduziert.

    • Bio: In der Bio-Schweinehaltung ist die Mindestfläche im Stall doppelt so groß wie bei der konventionellen Haltung. Außerdem müssen die Tiere Zugang zu einem Auslauf haben. Zusammengerechnet haben die Tiere daher mindestens dreimal so viel Platz.
  • Zugang zu Außenbereich verpflichtend

    Die meisten Schweine in Österreich haben keinen Auslauf und kommen somit nie ins Freie. Ein Außenbereich ist für alle Tiere eine Bereicherung, da sie Reize aus der Umwelt wahrnehmen können. Schweine können die Sonne, den Wind und den Regen spüren. Jedoch bedeutet Außenbereich nicht, dass die Tiere auf eine Wiese kommen. Meist ist der Auslauf ein teilweise überdachter Bereich mit planbefestigtem Boden oder Spaltenboden.

    • Mindeststandard: Laut Tierhaltungsverordnung ist kein Auslauf für Schweine vorgeschrieben.

    • Bio: Ständiger Zugang zu einem Auslauf ist Voraussetzung in der Bio-Haltung.
  • Zugang zu Weide verpflichtend

    Eine richtige Auslauffläche, also eine Weide inklusive Suhle, ist in der Schweinehaltung in Österreich eine absolute Seltenheit. Bei einer Haltung mit Zugang zu einer Weide oder bei einer reinen Freilandhaltung können Schweine ihren natürlichen Bedürfnissen nachgehen. Sie können Kotplätze anlegen, die weit weg sind und somit ihren Lebensraum in Kot-, Schlaf- und Essensbereich trennen. In der natürlichen Umgebung gibt es viel für sie zu entdecken, sodass sie ihre Neugier und Intelligenz ausleben können. Nur in einer Schweinehaltung mit Zugang zu einer Weide können sich Schweine Suhlen anlegen, die für ihre Körperhygiene und ihr Wohlbefinden essentiell sind. Schweine reinigen sich mittels eines Schlammbades. Zusätzlich kühlt der Schlamm und schützt vor lästigen Insekten, Parasiten und Sonnenbrand. Nicht zu unterschätzen ist der Spaß, den Schweine in einer Schlammsuhle haben.

    • Mindeststandard: Laut 1. Tierhaltungsverordnung ist keine Weide für Schweine vorgeschrieben.

    • Bio: Zugang zu einer Weide ist laut EU-Bio-Richtlinie nur für reine Pflanzenesser verpflichtend. Schweine fallen als Allesesser nicht darunter.
  • Garantiert gentechnikfreie Futtermittel

    In rund 90 Prozent des österreichischen Schweinefleischs stecken Gentechnik-Futtermittel. Und das, obwohl sich der Großteil der Menschen in Österreich gegen Gentechnik ausspricht. Während Gentechnik-Produkte in der EU gekennzeichnet werden müssen, ist das bei Endprodukten wie Schweinefleisch von Tieren, die mit Gentech-Soja aus Übersee gefüttert wurden, nicht der Fall.

    • Mindeststandard: In der konventionellen Haltung ist gentechnisch verändertes Soja aus Übersee der Standard. Es gibt weder ein gesetzliches Verbot von Gentechnik- Futtermitteln, noch müssen die KonsumentInnen darüber informiert werden, ob Gentechnik-Futtermittel verwendet wurden.

    • Bio: Bio-Schweine werden immer garantiert gentechnikfrei gefüttert.
  • Antibiotika-Einsatz nach Bio-Standard

    In Österreich werden rund 45 Tonnen Antibiotika für die landwirtschaftliche Tierhaltung vertrieben. Drei Viertel davon gehen in die intensive Schweinemast. Der hohe Einsatz von Antibiotika ist Teil des Systems Massentierhaltung, bei dem Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht werden. Weil sich hier Keime rasant verbreiten, entstehen Infektionen und Krankheiten. Auch kommt es zu offenen Wunden als Folge der schlechten Haltungsbedingungen. Durch den hohen Antibiotika-Einsatz steigt auch das Risiko, dass sich für Menschen gefährliche, Antibiotika resistente Keime verbreiten. Bessere Haltungsbedingungen sind Grundvoraussetzungen, um den Medikamenten-Bedarf zu senken.

    • Mindeststandard: Antibiotika dürfen in der EU nicht mehr vorbeugend verabreicht werden. Erlaubt ist die Metaphylaxe: Hierbei wird die gesamte Herde mit Antibiotika behandelt, auch wenn nur einige wenige Tiere krank sind. So kann ein Schwein in seinem etwa sechsmonatigen Leben bis zu fünf Antibiotika- „Kuren“ durchlaufen.

    • Bio: Hier stehen Prävention und Behandlung des erkrankten Einzeltieres an erster Stelle. In Bio-Betrieben darf ein Mastschwein maximal einmal Antibiotika erhalten. Die Wartezeit bis zur Schlachtung sind in der Bio-Produktion nach einer Verabreichung von Antibiotika doppelt so lang wie in der konventionellen Produktion.
  • Keine Waldzerstörung für Futtermittelanbau

    Schweinefleisch sind für die Zerstörung wertvoller Wälder mitverantwortlich, denn in den Futtertrögen der Schweine landen Soja-Importe aus Übersee. Etwa 550.000 Tonnen Soja werden pro Jahr nach Österreich importiert – zu 80 Prozent handelt es sich um gentechnisch verändertes Soja. Der Großteil wird an Schweine verfüttert. Hauptimportländer für Soja in die EU sind die USA, Argentinien und Brasilien. Der Anbau von Soja ist oft mit der Rodung wertvoller Wälder verbunden. Produkte garantiert ohne Waldzerstörung gibt es derzeit nur bei einigen wenigen Gütezeichen, die ganz auf Futtermittel aus Europa setzen.

    • Mindeststandard: Den Schweinen wird häufig importiertes Soja verfüttert, das für die Rodung wertvoller Wälder verantwortlich ist. Es gibt weder auf europäischer Ebene noch in Österreich ein gesetzliches Verbot von Futtermitteln, für deren Anbau Wälder zerstört wurden.

    • Bio: Bio-Schweine werden mit Futter vom eigenen Betrieb oder aus Österreich gefüttert.
  • CO2-Betäubung verboten

    Am Schlachthof müssen die Tiere vor der Tötung, also dem Kehlschnitt und dem Ausbluten, betäubt werden. In Österreich werden zwei unterschiedliche Betäubungsvarianten angewandt: die Elektrobetäubung und die Betäubung mit Kohlendioxid (CO2). Bei der CO2-Betäubung werden die Tiere in einen Aufzug getrieben, die Gondel senkt sich in eine Grube mit hoher CO2-Konzentration. Die Schweine verspüren furchtbare Atemnot und ein Erstickungsgefühl. Sie versuchen nach Luft zu schnappen und schreien, viele Schweine werfen sich gegen die Wände der Gondel. Es dauert mehrere Sekunden bis zu einer halben Minute bis die Tiere betäubt sind.

    • Mindeststandard: In der EU-Schlachtverordnung steht folgendes: „Die Empfehlungen, den Einsatz von Kohlendioxid bei Schweinen […] schrittweise einzustellen, werden nicht in diese Verordnung eingearbeitet, da die Folgenabschätzung ergeben hat, dass solch eine Empfehlung derzeit in der EU aus wirtschaftlicher Sicht nicht tragbar ist. Es ist jedoch wichtig, diese Diskussion in Zukunft fortzusetzen.“ Somit dürfen Schweine in Österreich mit CO2 betäubt werden.

    • Bio: Im Bio-Bereich gibt es keine Vorgaben für die Schlachtung, somit können auch Bio- Schweine auf grausame Weise mit CO2 betäubt werden.


Weniger Fleisch für Tier, Gesundheit und Umwelt

Gelebter Tier-, Umwelt- und Klimaschutz bedeuten eine Reduktion des Fleischkonsums und eine bewusste tierfreundlichere Kaufentscheidung. Es gibt auch pflanzliche Fleisch- und Wurstalternativen, die auf Soja- oder Getreidebasis hergestellt werden und im Handel erhältlich sind. Probieren Sie diese pflanzlichen Alternativen einmal aus! Eine ausgewogene, abwechslungsreiche und tierfreundliche Ernährung trägt nicht nur zum Tier- und Umweltschutz bei, sondern hilft auch Ihrer eigenen Gesundheit.