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veröffentlicht am 21.06.2017

Greenpeace-Test: Hälfte des Faschierten mit resistenten Keimen belastet

Wie wir Nutztiere halten, schadet unserer Gesundheit: Wegen der schlechten Haltungsbedingungen werden die Tiere oft krank und deshalb mit Antibiotika behandelt. Dadurch passen sich immer mehr Bakterien an und werden resistent gegen die Medikamente. Solche multiresistenten Keime können auch für Menschen hochgefährlich sein. Wir haben stichprobenartig untersucht, inwieweit in Österreich erhältliches Frischfleisch in dieser Hinsicht belastet ist.

Und die Ergebnisse unserer Tests sind alarmierend. Beim faschierten Fleisch war die Hälfte der Proben keimbelastet. In drei der sechs Produkte wurden ESBL-Keime entdeckt, in einem davon zusätzlich MRSA. Theoretisch können sich aber auch auf jedem anderen Fleischstück Keime befinden. Besonders häufig kann damit bei Schweinefleisch gerechnet werden, da in der Schweine-Mast sehr viele Antibiotika zum Einsatz kommen. Es braucht daher dringend eine drastische Reduktion des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung!

Unser Tipp für Konsumentinnen und Konsumenten: Auf gute Küchenhygiene achten. Wer mit seinen bloßen Händen Fleischlaibchen oder Cevapcici formt, läuft Gefahr, mit resistenten Keimen in Berührung zu kommen. Im schlimmsten Fall kann das eine schwere Erkrankung nach sich ziehen. Nach dem Kontakt mit rohem Fleisch sollte man sich daher immer gründlich die Hände waschen und die Kochutensilien säubern. Das Fleisch sollte außerdem immer gut durchgebraten werden. Beim Kauf empfiehlt es sich, Bio-Fleisch zu wählen. Hier ist der Einsatz von Antibiotika sehr viel strenger geregelt. Und natürlich kann man statt zu Fleisch auch einfach zu Gemüse oder etwa zu Soja-Produkten greifen. Schmackhafte und gesunde Alternativen gibt es erfreulicherweise jede Menge.

Fordern wir gemeinsam Maßnahmen gegen den massiven Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung!

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