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Holen wir die Feldrebellen zurück

Essen verschwenden ist Mist!

Zehntausende Tonnen genießbares Obst und Gemüse bleiben jährlich auf den Feldern zurück , weil sie in Form und Farbe nicht den Ansprüchen des Marktes genügen.

Dadurch gehen nicht nur wertvolle Nahrungsmittel verloren - vielmehr sind auch die für den Anbau eingesetzten Ressourcen verschwendet: menschliche Arbeitskraft, Energie, Düngemittel, Geräte und landwirtschaftliche Nutzflächen.

Bei der Lösung des Problems kommt vor allem dem Handel eine entscheidende Rolle zu. Mit seinen Qualitäts­kriterien gestaltet er Angebot und Nachfrage mit: Holt er die Feldrebellen in seine Regale zurück, können sie auch wieder auf unseren Tellern landen – anstatt im Mist.

Doch nur wenn wir alle - die Landwirtschaft, der Handel, die Gastronomie und die privaten Haushalten - zusammen­arbeiten, können wir die Verschwendung beenden. Daher fordern wir für Österreich einen konkreten Umsetzungs­plan mit dem Ziel einer Halbierung der Lebensmittel­abfälle bis 2030.

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Fordern Sie mit uns effektive Gesetze - es benötigt einen konkreten österreichweiten Umsetzungsplan zur Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030.

* Pflichtfelder. Der Petitionstext im Wortlaut. Durch das Abschicken des Formulars erlauben Sie Greenpeace, Sie zu kontaktieren. Wir achten auf Ihre Privatsphäre, näheres finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Petitiontext

Holen wir die Feldrebellen auf unsere Teller zurück.

In Österreich werden jährlich mindestens 500.000 Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Zwar hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, den Lebensmittelabfall bis 2018 um 20 Prozent zu verringern. Passiert ist bislang aber nichts. Die zuständigen Ministerien können noch nicht einmal konkrete Daten liefern, geschweige denn konkrete Maßnahmen.

Bundeskanzler Christian Kern und Vizekanzler Wolfgang Brandstetter müssen das Thema Lebensmittelverschwendung deshalb zur Chefsache erklären.

Wir fordern einen österreichweiten Umsetzungsplan mit dem Ziel einer Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030. Dafür sind unter anderem notwendig:

  • Verbindliche Maßnahmen mit konkreten Reduktionszielen für die Landwirtschaft:
    Jährlich landen Zehntausende Tonnen Obst und Gemüse im Müll, weil diese „krummen Dinger“ in Form und Farbe nicht den Wünschen des Lebensmittelhandels entsprechen. Wir fordern, dass jeder Apfel und jede Gurke ein Recht auf Anerkennung als Nahrungsmittel hat!
  • Verbindliche Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung in Supermärkten:
    Einige Supermarktketten lagern das Problem des Lebensmittelverderbs an ihre KonsumentInnen aus: Multipack- und Gratis-Aktionen bei Frischeprodukten verleiten Kunden zu übermäßigen Käufen, die Ware verdirbt dann zu Hause. Wir fordern eine nachhaltige Verkaufspolitik, die auch kleine Mengen zu kleinen Preisen ermöglicht!
  • Bewusstseinsbildende Maßnahmen bei KonsumentInnen:
    Viele Konsumenten werfen Lebensmittel mit abgelaufenem Mindest-haltbarkeitsdatum (MHD) ohne Prüfung weg. Meistens sind die Produkte aber absolut genießbar. Wir fordern von der Bundesregierung eine nachhaltige Informationsinitiative darüber, dass das MHD kein Ablaufdatum ist!


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